Keine Qualitätskontrollen des MDK in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen bis Ende Mai
SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller bei einem Besuch in einem Frauenhaus (Foto: SPD-Niederbayern)SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller bei einem Besuch in einem Frauenhaus (Foto: SPD-Niederbayern)
Besuchsverbote in den Seniorenheimen sind sinnvoll, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, zeigt sich die Landtagsabgeordnete Ruth Müller überzeugt. Dennoch würden die Menschen in den Pflegeheimen die Besuche ihrer Freunde und Angehörigen vermissen, die auch für die Pflegekräfte eine wichtige Entlastung und Erleichterung sind. Zahlreiche Pflegekräfte aus der Region haben sich nach der Ankündigung des Besuchsverbots an die Landtagsabgeordnete gewandt und um Unterstützung und Entlastung bei der Bürokratie gebeten. Aus dem Gesundheitsministerium kann nun Ruth Müller vermelden, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen Bayern die Qualitätskontrollen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen bis Ende Mai 2020 aussetzen wird.
Da das Infektionsrisiko durch den Coronavirus SARS-CoV-2 besonders bei Älteren zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann, muss das Infektionsrisiko deutlich vermindert werden. Aus diesem Grund werden bis Ende Mai keine Regelprüfungen der Qualität in ambulanten, teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt. „Ich begrüße die Entscheidung des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen mit dem Ziel einerseits gefährdete Menschen zu schützen und andererseits die Einrichtungen in der gegenwärtigen Situation von der Prüftätigkeit zu entlasten“, so Müller.
Die Abgeordnete hat sich darüber hinaus beim Gesundheitsministerium dafür eingesetzt, dass geprüft werden soll, ob MDK Beschäftigte statt der regulären Tätigkeit in der Qualitätskontrolle bei der pflegerischen Versorgung eingesetzt werden sollen. „Ich danke allen Beschäftigten, die im Pflegebereich tätig sind und die in der momentanen Situation ihr Bestes geben“, so Müller, „jetzt ist es aber auch an der Zeit, neue Optionen für Entlastungsmöglichkeiten zu prüfen und gegebenenfalls geeignete Berufsgruppen für die Pflege zu reaktivieren.“


Sigrid Altweck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Bürgerbüro Ruth Müller, MdL
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