Frauen- und Familienpolitikerinnen schreiben an Sozialministerin Trautner - Alternative Unterbringungsmöglichkeiten suchen, falls Plätze fehlen
SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller beim Besuch eines Frauenhauses (Foto: SPD-Niederbayern)SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller beim Besuch eines Frauenhauses (Foto: SPD-Niederbayern)
Die politische Arbeit läuft in diesen Wochen anders als gewohnt – Anträge können nicht in den Ausschüssen behandelt werden und so müssen sich die Abgeordneten mit den Anliegen direkt an die Ministerien wenden. Die frauenpolitischen Sprecherinnen der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller und Dr. Simone Strohmayr sowie die familienpolitische Sprecherin Doris Rauscher sind in Sorge um Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Sie haben deshalb in einem Brief an Sozialministerin Carolina Trautner Hilfen angemahnt. “Wir müssen leider mit einem Anstieg von häuslicher Gewalt rechnen. Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen und die Isolation vieler Familien führen zu großem Stress. Wir haben normalerweise schon zu wenige Plätze in Frauenhäusern und jetzt fallen einige wegen Quarantänemaßnahmen weg. Eine rechtzeitige Vorbereitung auf zusätzliche Anforderungen halten wir für dringend notwendig“, erklärt die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller. Die SPD schlägt deshalb vor, dass die Staatsregierung gemeinsam mit den Städten, Landkreisen und den Gesundheitsämtern kurzfristige Alternativen für eine sichere Unterbringung für Opfer der häuslichen Gewalt zu finden, etwa in Hotels oder leer stehenden Appartements. Zudem brauche man in der aktuellen Situation der Ausgangsbeschränkungen eine breit angelegte Informationskampagne in den Medien, sozialen Netzwerken und Onlinekommunikationen über Hilfstelefone, an die sich Frauen und Kinder wenden können. „Diese Kontaktadressen können wichtige Hilfestellung bieten und Leben retten“, ist sich Müller sicher.



Janina Forster
Referentin im Bürgerbüro Ruth Müller, MdL
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