Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich schlägt Qualifizierung von Ehrenamtlichen aus dem Kulturbereich für Angebote an Grundschulen vor

Diskutierten die Fragestellung, wie sich die kulturelle Bildung im ländlichen Niederbayern effektiv stärken lässt: (v.l.) Bildhauer und Kunstvermittler Hubert Huber, die stellvertretende Vorsitzende der Landesvereinigung „Kulturelle Bildung Bayern“ Marion Glück-Levi, Moderatorin Anna Reitberger (Geschäftsführerin der Landesvereinigung „Kulturelle Bildung Bayern“), die freie Tanzvermittlerin Eva Seidl und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.  (Foto: Bezirk Niederbayern / Christoph Weishäupl)Diskutierten die Fragestellung, wie sich die kulturelle Bildung im ländlichen Niederbayern effektiv stärken lässt: (v.l.) Bildhauer und Kunstvermittler Hubert Huber, die stellvertretende Vorsitzende der Landesvereinigung „Kulturelle Bildung Bayern“ Marion Glück-Levi, Moderatorin Anna Reitberger (Geschäftsführerin der Landesvereinigung „Kulturelle Bildung Bayern“), die freie Tanzvermittlerin Eva Seidl und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. (Foto: Bezirk Niederbayern / Christoph Weishäupl)
Ab 1. August 2026 wird stufenweise ein bundesweiter Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter eingeführt. Beginnend mit den Erstklässlern des Schuljahres 2026/27 sind die Kommunen als Sachaufwandsträger der Grundschulen in der Pflicht, entsprechende Betreuungsangebote zur Verfügung zu stellen und mit pädagogisch geschultem Personal abzudecken. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich will diese vom Gesetzgeber geschaffene Erforderlichkeit nutzen, um die kulturelle Bildung an bayerischen Grundschulen zu stärken.
Gemeinsam mit der freien Tanzvermittlerin Eva Seidl, dem Bildhauer und Kunstvermittler Hubert Huber sowie der stellvertretenden Vorsitzenden der Landesvereinigung „Kulturelle Bildung Bayern“, Marion Glück-Levi, diskutierte Bezirkstagspräsident Heinrich im Rahmen eines Podiums in der Freyunger FreYbühne die Fragestellung, wie sich die kulturelle Bildung im ländlichen Niederbayern effektiv stärken lässt. Die Podiumsdiskussion war Teil des zweitägigen „Labors für Kulturelle Bildung Niederbayern“ im Rahmen des Projektes „Land schafft Kultur“ der Landesvereinigung „Kulturelle Bildung Bayern“.
Für Dr. Olaf Heinrich besteht der erfolgversprechendste Ansatz zur Stärkung der kulturellen Bildung in der Fläche im Bereich der Schaffung schulischer Angebote jenseits des klassischen Unterrichts. Als gute Möglichkeit neue Modelle der Vermittlung kultureller Bildung im schulischen Kontext zu denken und umzusetzen betrachtet Dr. Heinrich hierbei die gesetzliche Verpflichtung zur Schaffung von Angeboten der Ganztagsbetreuung für alle Grundschüler bis zum Jahr 2029/30. „Um junge Menschen für beispielsweise Kultur, Musik, Tanz, Theater oder Gesang zu begeistern, benötigen wir möglichst niederschwellige und dezentrale Angebote“, ist er überzeugt. Der schulische Raum eigne sich daher ganz besonders als Schnittstelle und Erstkontakt für musikalische, künstlerische, dramaturgische und tänzerische Angebote.
„Wir sollten jetzt die sich bietende Chance ergreifen, um Personal pädagogisch so zu qualifizieren, dass die künftige Ganztagsbetreuung an den Grundschulen mit vielfältigen kulturellen Angeboten ausgestaltet werden kann“, betont Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Dabei erachtet er insbesondere ein Modell der Qualifizierung von Ehrenamtlichen des Kulturbereiches als erfolgversprechend. „Wenn wir es schaffen, die vielfältigen Kompetenzen der Ehrenamtlichen in die Schulen einzubringen, stärkt das unsere schulischen Ganztagsangebote“, unterstreicht der Bezirkstagspräsident. Hierbei könne man aus dem obligatorischen Betreuungsangebot einen echten Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Kulturszene generieren und zugleich dem sich abzeichnenden, gravierenden Personalmangel im Bereich dieser Betreuungsangebote entgegenwirken, wie Heinrich weiter erläutert.
Das Projekt „Land schafft Kultur“ will die Kulturelle Bildung in den ländlichen Räumen Bayerns stärken. In partizipativen Laboren in allen sieben bayerischen Bezirken werden Entwicklungs- und Handlungsbedarfe mit den Akteuren vor Ort erarbeitet. Die Veranstaltungen der Landesvereinigung „Kulturelle Bildung Bayern“ dienen auch der Sichtbarmachung der lokalen Angebote der Kulturellen Bildung und dem überregionalen Transfer bewährter Praxisbeispiele. Derartige Praxisbeispiele müssten nun zeitnah geschaffen werden, um die sich im Zuge des entstehenden Ganztagsanspruchs ergebenden Chancen optimal nutzen zu können, so Heinrich am Ende des Podiumsgesprächs.
 
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