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Nikolaus mahnt Konfliktherde an

v.l. Gerd Steinberger, Günther Fries (Nikolaus) und Max Fendl (Foto: Krieger- und Soldatenkameradschaft Landshut-Achdorf)Am vergangenen Sonntag beendete der Kriegerverein Achdorf das Vereinsjahr mit einer feierlichen und vorweihnachtlichen Veranstaltung. Der Vorsitzende Gerd Steinberger zog im voll besetzten Saal des Zollhauses eine positive Jahresbilanz und bedankte sich bei den Mitgliedern für ihre Treue zum Verein. Er brachte auch seine Freude zum Ausdruck, dass alle drei Stadtratskollegen Dr. Max Fendl, Ludwig Zellner und Dr. Thomas Haslinger, die auch Mitglied im Verein sind, anwesend waren.

Steinberger kritisierte aber auch, dass ein Antrag auf Sanierung des zentralen Kriegerdenkmals in der Neustadt von der Mehrheit des Stadtrates im Haushaltsplenum abgelehnt wurde. „Unser Verein hegt und pflegt das Achdorfer Denkmal aus eigener Kraft und die Kosten werden ebenfalls von uns übernommen, dann sollte es doch möglich sein, dass die Mittel für das zentrale Kriegerdenkmal in die Hand genommen werden.“ Im Anschluss konnten sich die Mitglieder an einem vorweihnachtlichen Programm mit Geschichten gelesen von Pfarrer Rupert Fischberger, Ludwig Halbinger und Hans Böhm und einer musikalischen Umrahmung mit den Musikerinnen und Musikern der „HalbiAchDe“-Gruppe. Der Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt des Nikolaus (alias Günther Fries), der nicht nur lustige Gschicht`l zu erzählen hatte. Vielmehr mahnte er an, dass man auch zur Weihnachtszeit die vielen Kriegsgebiete und Krisenherde nicht vergessen dürfe. Oftmals könne ein Knopfdruck oder ein falsches Wort bereits einen Krieg auslösen. Und wenn 4000 US-Soldaten direkt vor Russland stationiert würden, sei ein besonderer Friedenswille nicht erkennbar. Auch sollte man überlegen, ob der Rüstungswahn weiterhin so erstrebenswert wäre, denn mit diesen vielen Milliarden von Euro könnten Hungersnot und Krankheiten, was die meisten Fluchtursachen sind, bekämpft werden.