SPD im Fachgespräch mit Geschäftsführer Jürgen Handschuch

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl tauschte sich kurz vor Weihnachten gemeinsam mit der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Patricia Steinberger und Bezirkstagskandidat und Stadtrat Gerd Steinberger mit Geschäftsführer Jürgen Handschuh der über die wertvolle Arbeit des Landshuter Netzwerks e.V. vor Ort aus.

SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl, stellvertretende SPD-Vorsitzenden der SPD Landshut Patricia Steinberger, Geschäftsführer des Landshuter Netzwerks e.V., Jürgen Handschuh und Bezirkstagskandidat und Stadtrat Gerd Steinberger (Foto: SPD-Landshut)

Das Angebot des Vereins richtet sich an Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Die Intention dahinter ist die Förderung der Eigenverantwortung und der Selbstbestimmung, um damit aktiv Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Ob es sich um Menschen mit psychischen Problemen, Suchtproblematiken oder auch Migrantenbetreuung handelt, ein jeder ist willkommen. Auch die offene Seniorenarbeit bietet Menschen die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe. Zuverdienstprojekte, Betreutes Wohnen, Cafe, Suchtberatung und Beratungen für Senioren und Migranten sind Teile der Arbeit im Netzwerk in Landshut.
Hilfe für den Garten, ob es nun um das Reparieren von Zäunen oder einfache Rasenpflege geht, Malerarbeiten, Kleinumzüge, Entrümpelung oder Wäscheservice, das alles kann man beim Netzwerk Landshut ordern. Dort werden Menschen, die erwerbsunfähig und chronisch psychisch erkrankt sind unter den Bedingungen eines normalen marktwirtschaftlich orientierten Arbeitsplatzes beschäftigt. Der Geschäftsführer, Jürgen Handschuch, vermittelte dem Bezirkstagskandidaten und Stadtrat Gerd Steinberger, der stellv. Stadtverbandsvorsitzenden der Landshuter SPD Patricia Steinberger sowie der Bundestagsabgeordneten Rita Hagl-Kehl wie wichtig eine berufliche Orientierung und Qualifikation für das tägliche Leben dieser Menschen ist. Gerade Zuverdienstprojekte geben Selbstbewusstsein und Orientierung. Ziel ist es, die Arbeitszeit langsam zu steigern, um eine Teil- oder Vollzeitstelle am regulären Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Tageszentrum am Bahnhofsplatz bietet kreative Beschäftigung, sei es nun malen, nähen, töpfern oder stricken. Im selbst betriebenen Cafe kann ein gemeinsames Mittagessen eingenommen werden. Teil des Netzwerkes sind auch betreute Wohneinheiten, in denen bis zu 6 Personen wohnen und Einzelwohneinheiten in Landshut. Der Umfang der Betreuung richtet sich nach dem persönlichen Bedarf der betroffenen Menschen und schafft damit eine Zukunftsperspektive für sie.
Ein großes Problem stelle nach wie vor für die Klienten die Suche nach bezahlbarem Wohnraum dar. „Wir stehen hier jedes Mal vor einer fasst unlösbaren Aufgabe. Allerdings hängt eine positive Entwicklung für diese Menschen auch vom sozialen Umfeld und ihrer Wohnsituation ab.“, stellt Geschäftsführer Jürgen Handschuch fest. Stadtrat und Bezirkstagskandidat Gerd Steinberger kann dies nur gut verstehen: „Die SPD in Landshut warnt seit sehr vielen Jahren vor der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt und die Stadt und die Mehrheit des Stadtrates haben diese Warnungen in den Wind geschlagen.“ Nun stehe die Stadt vor einer Aufgabe, die schier unmöglich ist, denn ohne eine eigene Wohnungsbaugesellschaft, die massiven Wohnungsbau betreiben könne, werde sich die Situation nur noch mehr verschärfen. Dies bedeute auch noch mehr Ausgrenzung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, wie das Klientel des Landshuter Netzwerks, aber die SPD werde sich künftig weiterhin dafür stark machen, dass bezahlbarer Wohnraum kein Luxus in Landshut bleibt.
Die Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl war sichtlich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des Landshuter Netzwerks. „Ich finde es erstaunlich mit welcher Hingabe hier Menschen geholfen wird. Es wäre schön, wenn alle Menschen daran denken würden, dass Schicksalsschläge jeden treffen können, “ so die Abgeordnete weiter.