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01 Spasskaya Maya Fofo 2 füBürgerreporter melden sich zu Wort

Eine kurze Polizeimeldung vom 3. Januar 2016 berichtete vom Tod einer Fußgängerin an der Bushaltestelle beim Shoppingcenter Bad Abbach. Die Fußgängerin Maya Spasskaya, 82 Jahre alt, lebte seit 2013 in Bad Abbach um ihre Enkelin, Katya Stahl, zu unterstützen. Maya Spasskaya kam mit ihrer Familie 2002 aus Saratow in Russland nach Augsburg. Sie wohnte zuerst bei ihrer Familie in Augsburg, dort lebt auch ihre Tochter, die in Augsburg als Ärztin arbeitet. Maya Spasskaya war in Russland in einem metallverarbeitenden Betrieb als promovierte Ingenieurin wissenschaftlich tätig.

Angesichts des tragischen Todes ihrer Mutter und Oma wünschen sich die Angehörigen, dass an der Bushaltestelle nicht noch so ein Unglück geschieht.

Was macht die Bushaltestelle so problematisch?

Haltestelle2

Die Bushaltestelle war schon immer ein Provisorium und ist es auch heute noch. Zum einen fehlt an der Straße ein Fußgängerweg und zum anderem gibt es keinen direkten Bushaltestellenbereich. Inzwischen wurde zwar wenigstens eine Bank installiert, aber ein Buswartehäuschen fehlt immer noch. Zusätzlich wurde noch ein Fahrbahnteiler mit einem provisorischen Übergang zur anderen Straßenseite zum Shoppingcenter hin installiert. Trotzdem müssen aber Personen, die auf den Bus warten mehr oder minder direkt an der Straße stehen; an einer Straße, die an dieser Stelle schon mit 100 km/h befahren werden kann, da ja kurz nach dem REWE-Markt das Ortsende von Bad Abbach durch ein Schild angezeigt wird und, juristisch gesehen, hier die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h für Ortschaften aufgehoben wird. Auto- und Motorradfahrer können also bis kurz vor dem Kreisel ihre Fahrzeuge auf 100 km/h hochbeschleunigen. Erst rund 300 m vor dem Kreisel kommt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h und dann auf 60 km/h. Fährt man vom Kreisel her Orts einwärts, gibt es überhaupt keine Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Zum tragischen Unglücksfall trug zudem bei, dass die Bushaltestelle und der provisorische Fußgängerübergang bei Dunkelheit nicht beleuchtet sind, da sie sich ja außerhalb der Ortschaft befinden. Bei der Bushaltestelle müssen also Fahrgäste direkt am Straßenrand und in der Dämmerung oder gar im Dunkeln auf den Bus warten.

Anhand der geschilderten Umstände zu der Bushaltestelle ergeben sich folgende Fragen, die sich nicht nur besorgte Bürgerreporter stellen:

Warum ist eine Bushaltestelle, an der täglich Kinder, Mütter mit Kindern und alte Leute auf den Bus warten oder aus dem Bus aussteigen, immer noch ein Provisorium?
Wieso gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur kurz vor dem Kreisel, nicht aber zumindest im Bereich der Bushaltestelle?
Warum verlegt man nicht das Ortsschild gleich bis zumindest zur Einfahrt zum Shoppingcenter?

Fragen, die Maya Spasskaya nicht mehr helfen können, aber trotzdem beantwortet werden müssen. Vor allem schon deswegen, um ein weiteres Unglück zu vermeiden.
Der Kurier wird diese Fragen den zuständigen Stellen weitergeben und um Beantwortung bitten.

Haltestelle4

 

Auch ein regionaler TV-Sender interessiert sich inzwischen für die Problematik mit der Bushaltestelle beim Shoppingcenter und dem Unglücksfall vom 2. Januar 2016.