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Bürgerversammlung in Oberndorf

Bei der vorjährigen Bürgerversammlung in Oberndorf kam von den Bürgerinnen und der Bürger der Wunsch, dass aufgrund der zunehmenden Urnenbestattungen auch in diesem Bad Abbacher Gemeindeteil eine Urnenwand zur Verfügung gestellt wird. Es wurde vereinbart, dass man bezüglich einer Errichtung einer Urnenwand im Friedhof von Oberndorf eine gesonderte Bürgerversammlung abhalten wird. In der Zeit bis zu dieser Bürgerversammlung hatten die Oberndorfer Bürger/-innen die Möglichkeit, Vorschläge und Ideen zur Urnenwand bei der Gemeindeverwaltung vorzubringen. Kürzlich fand dann diese Bürgerversammlung, an der circa 30 Interessierte teilnahmen statt.

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Wie Bürgermeister Ludwig Wachs erklärte, kam aber nur ein Vorschlag aus Oberndorf. Lediglich der in Oberndorf geborene Architekt Michael Mayer, dessen Eltern immer noch in Oberndorf leben, legte der Gemeindeverwaltung einen ausführlichen Entwurf für eine Urnenwand als Vorschlag vor. Michael Mayer arbeitet für ein Bregenzer Architekturbüro und hat auch bereits mehrere Architektenpreise gewonnen. Sein Entwurf soll aus Stampfbeton gefertigt werden, der mit Sand der Farbgestaltung und der Bausteine der bestehenden Kirche angepasst werden soll. Die Nischendeckel sollten aus Bronze angefertigt werden.

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Zudem sind vor jeder Urnennische Simse aus dem gleichen Kalksandsteinmaterial wie das der Kirche vorgesehen. Bürgermeister Ludwig Wachs betonte in seiner Rede, dass es faktisch unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten gibt, jedoch aber auch die Kostenfrage nicht zu vernachlässigen sei, da letztendlich die Kosten von den Bürgern zur tragen sind. Markus Jakomet zuständiger Sachbearbeiter der Gemeindeverwaltung erklärte zum Standort der Urnenwand im Friedhof, dass aufgrund der Platzverhältnisse nur zwei Möglichkeiten vorhanden sind.

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Einmal an der Rückseite des Friedhofs zum angrenzenden Grundstück hin oder eben der von Michael Mayer vorgeschlagene Standort in der Mitte des Friedhofs. Manfred Hartl erinnerte daran, dass man auch eine spätere Erweiterungsmöglichkeit der Urnenwand mit in die Standortplanung einbeziehen sollte. Ein weiterer Einwand war, dass mit dem Vorschlag von Michael Mayer eventuell die Zufahrtsmöglichkeit zur Kapelle verbaut wird. Ernst Gassner schlug vor, dass statt der Simse auch zusätzliche kleine Nischen neben jeder Urnennische denkbar wären. Die Simse sollen vor allem eine Abstellmöglichkeit vor jeder Urnennische gewährleisten, dies wäre mit einer Extranische ebenso möglich. Weiterhin wurde die Frage eines Daches für die Urnenwand diskutiert. Die Beispiele aus Matting und Wildschönau sorgten für eine zusätzliche Diskussion, denn bei der Wahl des anderen Standortes an der Friedhofsmauer würde automatisch eine Überdachung, angepasst an die Friedhofsmauer erforderlich sein.

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Reinhard Langer gab zu Bedenken, dass auch ein eventueller Ensembleschutz berücksichtigt werden müsse. Auch Dombauhüttenmeister Helmut Stuhlfelder machte noch einen Vorschlag, bei dem die Urnen, statt in einer Wand, im Boden versenkt werden sollten und dafür kleine Steinblöcke in unterschiedlicher Höhe den Urnenstandort markieren. Dieser Vorschlag wurde ebenfalls positiv von den anwesenden Bürgern aufgenommen. Allgemein wurde noch nach den möglichen Kosten zu der Errichtung einer Urnenwand gefragt. Dies konnte jedoch noch nicht beantwortet werden, sodass man zum Ergebnis kam, eine weitere Bürgerversammlung zeitnah, in vier bis sechs Wochen abzuhalten, bei der dann die Standortfrage und die möglichen Kosten endgültig geklärt werden könnten.

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