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In Bad Abbach widmete die Grüne Kreistagsfraktion eine Informationsveranstaltung der Tatsache, dass immer mehr Menschen ihre täglichen Wege zur Arbeit und Schule mit dem Fahrrad zurücklegen möchten.
v.l.: Kreisrat Karl Mirwald, Markträtin Anika Baumeister, 3. Bürgermeister Ferdinand Hackelsperger, Kreisrätin Christiane Lettow-Berger, Kreisrat Richard Zieglmeier, Thorsten Zobel, Stefan Pusch, Björn Jessen und Kreisrat Christian Rank (Foto: Klaus Kuntsch)v.l.: Kreisrat Karl Mirwald, Markträtin Anika Baumeister, 3. Bürgermeister Ferdinand Hackelsperger, Kreisrätin Christiane Lettow-Berger, Kreisrat Richard Zieglmeier, Thorsten Zobel, Stefan Pusch, Björn Jessen und Kreisrat Christian Rank (Foto: Klaus Kuntsch)
Oft scheitert die Umsetzung solcher Vorhaben jedoch daran, dass es keine fahrradtauglichen und sicheren Wege gibt. Auf einer starkbefahrenen Landstraße zu radeln oder sich bei schlechtem Wetter durch Pfützen und Matsch zu kämpfen, ist in keinster Weise attraktiv.

Abhilfe kann eine Radverkehrsplanung schaffen, wie sie im Landkreis Regensburg vom „Planungsbüro Radverkehr-Konzept“ (RVK) umgesetzt wird. Referent Thorsten Zobel vom RVK erläuterte die Vorgehensweise seines Büros: „Zunächst bewerten wir den Bestand an Radverkehrsinfrastruktur, decken Mängel und Netzlücken auf und bieten klar strukturierte und übersichtlich dargestellte Lösungsvorschläge an.“ Während der Planung steht das Fachbüro nicht nur mit den Kommunen und dem Landkreis im engen Kontakt, sondern auch mit den vor Ort lebenden Bürgern. Mittels einem internetbasierten Bürgerbeteiligungsverfahren können die Bewohner des Landkreises Streckenwünsche, bestehende Gefahrenstellen, fehlende Abstellanlagen etc. melden. Stefan Pusch vom ADFC Regensburg bestätigte, dass die Landkreis-Regensburger regen Gebrauch von der Beteiligungsplattform machten und lobte diese Art des Austauschs sehr.
Schon bald stellten die Besucher die Frage, ob diese Radwege auch in den Kelheimer Landkreis verlängert werden können. „Eine Erweiterung des geplanten Radwegenetzes bis nach Bad Abbach oder sogar bis Kelheim bietet sich durchaus an“, so Zobel. Der ebenfalls anwesende 3. Bürgermeister Hackelsperger begrüßte diese Überlegungen und sicherte zu, „dass der Marktrat sich mit dem Thema befassen wird.“ Ergänzte jedoch auch, dass die Beschaffung der erforderlichen Grundstücke und die Finanzierung nicht einfach sein werden.
Kreisrat Richard Zieglmeier (Grüne) folgerte für die Kommunalpolitik der im nördlichen Landkreis betreffenden Kommunen Bad Abbach, Kelheim und Langquaid: „Wenn diese Kommunen vom Radverkehrskonzept des Nachbarlandkreises profitieren wollen, müssen sie den "kommunalen Schulterschluss" mit den anliegenden Kommunen im Landkreis Regensburg suchen, damit durchgehende Radwege entstehen können. Hierbei muss der Landkreis Kelheim seine "Schnittstellen-Aufgabe" wahrnehmen.“
Am Ende des Abends stellte Björn Jessen von „2Rad Jessen“ fest: „Das Fahrrad hat sich seit seiner Entstehung weiterentwickelt, die Radverkehrswege dagegen nicht!“

Uschi Kuntsch