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Algenproblem des Inselbades immer noch nicht gelöst

Das Abbacher Inselbad - eine unendliche Geschichte? (Foto: br-medienagentur)Das Abbacher Inselbad - eine unendliche Geschichte? (Foto: br-medienagentur)
iNBA-Marktrat Siegfried Schneider sieht die Problematik des Algenbewuchses im Bad Abbacher Inselbad noch nicht gelöst. Gegenüber derm Bad Abbacher Kurier erläuterte Siegfried Schneider seinen Standpunkt zum Inselbad.

Immer wieder werde ich zum Zustand des Inselbades von Bürgerinnen und Bürgern befragt.

Worin besteht das Problem wollen viele wissen?
Mein Bestreben ist es, Transparenz herzustellen um auf dieser Basis sachliche Gespräche führen zu können. Die Informationen, die ich hier gebe, sind überwiegend im Internet recherchierbar. Seit 2003 beschäftige ich mich immer wieder mit der Freizeitinsel und Naturbädern: https://www.inba-bad-abbach.de/unsere-wurzeln/
In unserem Trinkwasser ist viel Phosphat enthalten, über 600 Mal mehr als es Experten für Naturschwimmbäder für das Füllwasser vorgeben. In solchen Fällen muss Phosphat in sogenannten Abscheideanlagen aus dem Wasser entfernt werden.
Viele Naturschwimmbäder bereiten deshalb das Füllwasser, bevor es dem Badewasser zugeführt wird, in einem separaten großen Schilfbecken auf. Dort entzieht das stark wachsende Schilf dem Füllwasser das Phosphat und Nitrat. Alle paar Jahre muss ein Großteil des Schilfes abgetragen und mit LKWs abtransportiert werden. Das Inselbad hat keine derartige biologische Phosphat-Abscheidung des Füllwassers. Die über viele Jahre verbreitete Aussage, im Inselbad wird zur Wasseraufbereitung keine Chemie eingesetzt, kann ich so nicht mittragen.
Der Regenerationsteich des Inselbades muss für einen funktionsfähigen Regenerationsprozess um den Faktor 3-4 vergrößert werden, vergleicht man unser Bad mit anderen Naturschwimmbädern. Die Flächen des Bades sind hierfür bei weitem nicht ausreichend, schließlich ist die Liegewiese auch heute schon zu klein. Eine Sanierung und Weiterentwicklung des Inselbades ist dringend erforderlich, die Haushaltsmittel (2 Mio. €?) sind jetzt einzuplanen. Eine Verschleppung des Themas bis nach der Wahl im März 2020 belastet den neuen Rat ab dem ersten Tag, schließlich liegen heute schon alle Fakten auf dem Tisch, nur die Transparenz darf nicht sein.