SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller prangt den Lehrermangel in Bayern an und unterstützt den BLLV (Foto: SPD-Niederbayern)SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller prangt den Lehrermangel in Bayern an und unterstützt den BLLV (Foto: SPD-Niederbayern)Die Staatsregierung wird voraussichtlich 1.400 Stellen für Lehrkräfte an den bayerischen Schulen nicht besetzen können. Um diesem Personalmangel zu begegnen, hat Kultusminister Piazolo angekündigt, die Stundenkontingente für Lehrkräfte an Grund-, Mittel- und Förderschulen zu erhöhen und einen vorgezogenen Ruhestand sowie Sabbatjahre nicht mehr zu genehmigen.

Die Nachricht aus dem Kultusministerium traf bei vielen Lehrerinnen und Lehrern auf Unverständnis und Empörung. Vollkommen zu Recht, wie auch die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller findet: „Das Anforderungsspektrum von Lehrkräften, egal welcher Schulart hat sich in den letzten Jahren schleichend erweitert – ohne dass dies entsprechend honoriert wurde“. Neben dem Unterricht, inklusive Vor- und Nachbereitung leisten sie zunehmend Elternarbeit, müssen sich im Rahmen der Inklusion um individuelle Förderungspläne kümmern, mit Jugendamt und Förderzentrum kooperieren. Gleichzeitig bieten sie nach wie vor engagiert Wahlfächer an, übernehmen Früh-, Pausen und Busaufsichten und vertreten ihre Kollegen.
Das Problem des Lehrermangels ist in Bayern hausgemacht: Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag fordert seit Jahren mehr Lehrkräfte für unsere Schulen, eine einheitlich gute Bezahlung aller Lehrkräfte unabhängig von der Schulform, die Abschaffung befristeter Arbeitsverträge sowie eine Reform der Lehrkräfteausbildung, damit ein Einsatz an verschiedenen Schularten flexibler als bisher möglich ist. Wenn man etwas gegen den Personalmangel an den Grund-, Mittel- und Förderschulen tun möchte, müsse man endlich die Attraktivität dieser Berufe erhöhen. Und das wird ohne eine angemessene Bezahlung nicht gelingen. Es kann nicht sein, dass die Lehrerinnen und Lehrer nun die Fehlplanungen der Staatsregierung ausbaden müssen. Natürlich dürfen die Unterrichtsversorgung und -qualität nicht auf der Strecke bleiben. Aber Maßnahmen müssen mit den Schulen abgestimmt werden. Wichtig ist nun, die Lehrkräfte von Verwaltungs- und Dokumentationsarbeit zu entlasten. Um Personalengpässen vorzubeugen, müssen jeder Schule 10% mehr Lehrkräfte zugewiesen werden als für die Abdeckung des Pflichtunterrichts nötig sind. Es muss ausreichend ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, SchulpsychologInnen und SonderpädagogInnen an jeder Schule geben, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. „Schließlich geht es um Bildungschancen für unsere junge Generation und diese brauchen einen guten Start. Und den begleiten die Grundschullehrkräfte in entscheidendem Maße“, so Müller.


Janina Forster
Referentin im Bürgerbüro Ruth Müller, MdL
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