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Porträt Anja rot kleinerNazi-Brief ging an die SPD-Direktkandidatin zur Bundestagswahl

Das Ergebnis der Bundestagswahl mit einem nicht erwarteten bundesweit guten Abschneiden der „Alternative für Deutschland“ (AfD) haben nun einen Bürger offensichtlich dazu veranlasst, seine Meinung zu diesem Wahlergebnis in einem anonymen Brief der Bundestagsdirektkandidatin der SPD für den Wahlkreis Landshut/Kelheim, Anja König, mitzuteilen. Von welcher politischen Richtung das Pamphlet kommt, ist unschwer zu erkennen.

Die Sozialdemokratin ist entsetzt darüber und hat dem Bad Abbacher Kurier dazu folgendes mitgeteilt:
„Die Medien haben in den vergangenen Wochen und Monaten die Anhänger rechter Gruppierungen immer wieder gern als Opfer dargestellt, als Opfer, weil Gegendemonstranten gepfiffen haben, weil in der Podiumsdiskussion leise Schilder hochgehoben wurden mit der Aufschrift "Nazis raus" oder auch, weil jemand ein Stück Torte geworfen hat.
Dies geschah alles offen von Angesicht zu Angesicht. Im Gegenzug werde ich nun zum wiederholten Male als Sozialdemokratin in einem anonymen Schreiben in einer Art und Weise beschimpft und bedroht, die mich schon sehr stark an die Zeit vor 1933 erinnert. So fing es damals auch an und nach der Machtergreifung wissen wir ja auch noch alle was dann mit den Sozialdemokratinnen und -demokraten geschah. Genau das wird mir von diesem feigen Briefeschreiber angedroht, weil sich diese Menschen durch das gute Abschneiden der AfD nun auch noch bestärkt fühlen. Hoffentlich öffnet dies einmal den Wähler/-innen, die aus Protest die AfD gewählt haben, die Augen.
Eine Wiederholung von damals dürfen wir nicht zulassen. Wir werden nicht wegschauen bis es zu spät ist oder unter dem Deckmantel der Demokratie rechtsextreme Menschen schalten und walten lassen. Ich werde mich dadurch auch nicht einschüchtern lassen, ich werde weiterhin gegen Rassismus und Diskriminierung einstehen. Der Brief liegt bereits bei der Polizei zur Spurenuntersuchung. Außerdem wurden in der vergangenen Woche NPD-Aufkleber auf meinen Briefkasten und am Wahlkampfbus angebracht.“

Nachfolgend das Pamphlet (hier klicken) und die einzelnen Seiten der Briefsendung.

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