Kelheimer Marktbeschicker sollen mit gutem Beispiel vorangehen
Bürgermeister Horst Hartmann verteilte am Samstag, 16.03.2019 selbst die Papiertüten mit der Aufschrift Bürgermeister Horst Hartmann verteilte am Samstag, 16.03.2019 selbst die Papiertüten mit der Aufschrift "I bin a Rogl" (alte bayerische Bezeichnung einer Papiertüte) (Foto: br-medienagentur)
Plastikverpackungen sind seit Jahren gang und gäbe. Nur wenige Verbraucher haben sich darüber Gedanken gemacht. Doch in letzter Zeit, als die Verwendung von Plastik zunahm, es sogar vorgeschnittenes Gemüse und Obst in Plastikverpackungen gibt, und die Medien das Thema aufgriffen, Bilder von mit Plastik verschmutzten Meeren und Ufern gezeigt werden und sich Umweltschützer einschalteten, findet schön langsam ein Umdenken bei den Produzenten und Konsumenten statt.
Die Verwaltung der Stadt Kelheim hat auf Anregung von Schülern der örtlichen Grundschule, deren Schüler*innen sich mit dem brisanten Thema „Umweltverschmutzung durch Plastik“ im Unterricht beschäftigt haben und sich dann an Oberbürgermeister Horst Hartmann wandten, vorerst 8.000 Stück Papiertüten angeschafft und sie dieser Tage an die Beschicker des Kelheimer Marktes verteilt. Bei den Standbetreibern stieß man auf offene Ohren. Plastiktüten sollen vom Markt, den es übrigens schon seit 26 Jahren samstags in der Innenstadt gibt und der sich sehr gut etabliert hat, langfristig verbannt werden. Mit gutem Beispiel gehen in Kelheim die Stadtverwaltung, die Standbetreiber und die Kunden voran.