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„Deutschland, deine Rastplätze“, so lautet das diesjährige Motto der bundesweiten Clubinitiative des ACE Auto Club Europa.

Solche Wege sind für Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung kaum zu bewältigen. Hier sollte nachgebessert werden. (Foto: Hildebrand /ACE)Solche Wege sind für Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung kaum zu bewältigen. Hier sollte nachgebessert werden. (Foto: Hildebrand /ACE)Nachdem sich die Ehrenamtlichen des ACE im vergangenen Jahr mit Behindertenparkplätzen beschäftigt hatten, stehen 2022 der Zustand und vor allem auch die Familienfreundlichkeit der unbewirtschafteten Rastplätze an den Autobahnen auf dem Programm. Bundesweit sind fast 800 Ehrenamtliche unterwegs – Ende Mai, prüften Kreisvorsitzender Werner Katschke und die Vorstandsmitglieder Friedrich Linnert und Ernst Richter zusammen mit der Regionalbeauftragten im Club-Service, Ursula Hildebrand, vier unbewirtschaftete Rastplätze an der A92 im ACE-Kreis Kelheim.
In Deutschland gibt es ein rund 13.000 Kilometer langes Autobahnnetz mit circa 1.500 unbewirtschaftete Rastplätzen – mal mit WC, mal ohne. Mindestens 500 dieser 1.500 Ratsplätze sollen in der Zeit vom 1. April bis zum 30. September dieses Jahres je zweimal durch die Ehrenamtlichen des ACE auf Ausstattung, Sauberkeit, Barrierefreiheit und Familienfreundlichkeit getestet werden.
Im Großen und Ganzen waren die Rastplätze sauber – nur auf dem Rastplatz „Großmuß“ in Fahrtrichtung Regensburg hatte jemand seinen Müll einfach abgestellt. (Foto: Hildebrand/ACE)Im Großen und Ganzen waren die Rastplätze sauber – nur auf dem Rastplatz „Großmuß“ in Fahrtrichtung Regensburg hatte jemand seinen Müll einfach abgestellt. (Foto: Hildebrand/ACE)
Auf den ersten Blick waren alle vier getesteten Rastplätze – „Deutschmeister“ und „Großmuß“, jeweils in beide Fahrtrichtungen – sauber, besonders positiv fiel den drei Testern des Kreisvorstandes Kelheim auf, dass es durch viele Bäume auch angenehmen Schatten gibt, der ein Verweilen auch bei heißem Wetter angenehm macht. Weniger positiv fielen hingegen die gepflasterten Wege auf. Gerade für Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung bedeuten zum Beispiel gepflasterte Gehwege Hindernisse, die sie nur schwer oder gar nicht überwinden können. Zudem waren auch die – in ausreichender Anzahl aufgestellten – Ruhebänke nicht barrierefrei erreichbar. „Hier sollte nachgebessert werden“, so Werner Katschke. „Auch Rollstuhlfahrer wollen Rastplätze barrierefrei, bequem und sicher nutzen können.“ Hier scheitert es an den vier getesteten Rastplätzen aber bereits an den Behindertenparkplätzen, die auf den Rastplätzen „Deutschmeister“ ebenfalls gepflastert und als Längsparker angelegt sind. Zudem hindert ein hoher Bordstein am Fortkommen. Auf den Rastplätzen „Großmuß“ gibt es gleich von vorneherein keine ausgewiesenen Behindertenparkplätze. Auffallend waren falsch parkende Lkw, die auf drei der vier getesteten Rastplätzen Pkw-Stellplätze belegten. Ebenso wie bei den Lkw-Stellplätzen sollte auch beim Lärmschutz nachgebessert werden. Keine der vier getesteten Anlagen konnte mit einem Wall, einer dichten Baumreihe oder einer Lärmschutzwand aufwarten. Als positiv bewerteten Katschke, Linnert und Richter den freien Zugang vom Rastplatz zur Notrufsäule an der Autobahn. Auch wenn heutzutage viele Reisende ihre Handys dabeihaben, seien diese Säulen nach wie vor wichtig. „leider gibt es immer noch zu viele Funklöcher – und ein Handyakku ist nunmal auch irgendwann leer“, so Katschke.
Friedrich Linnert, Werner Katschke und Ernst Richter besichtigen am Rastplatz „Großmuß“ in Fahrtrichtung Regensburg die Notrufsäule – so gut erreichbar sollte es auf jedem Rastplatz eine geben! (Foto: Hildebrand/ACE)Friedrich Linnert, Werner Katschke und Ernst Richter besichtigen am Rastplatz „Großmuß“ in Fahrtrichtung Regensburg die Notrufsäule – so gut erreichbar sollte es auf jedem Rastplatz eine geben! (Foto: Hildebrand/ACE)
Ob die Eindrücke an der A93 im Landkreis Kelheim nur eine Momentaufnahme waren oder ob das der Dauerzustand ist, werden die Ehrenamtlichen bei einem zweiten Check überprüfen. Am 30. September endet dann die diesjährige Clubinitiative, danach erfolgt die Auswertung. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.ace-clubinitiative.de . Hier gibt es auch Infos zum Fotowettbewerb, der unter dem Motto „Schön oder schaurig?“ die Tests der ACE-Ehrenamtlichen begleitet.
 
 
ACE Auto Club Europa e.V.
Kreis Kelheim
Kreisvorsitzender Werner Katschkemailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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