Urlaubsreif oder einfach mal raus aus dem Alltagstrott? Hier gibts die Reiseangebote

Arrow up
Arrow down
Innenentwicklung, Baugebiete und Beitragsfreiheit für Kindergarten waren Thema
Tauschten sich zu aktuellen Themen des Marktes Langquaid aus: MdL Petra Högl und Bürgermeister Herbert Blascheck. (Foto: Stefan Scheuerer)Tauschten sich zu aktuellen Themen des Marktes Langquaid aus: MdL Petra Högl und Bürgermeister Herbert Blascheck. (Foto: Stefan Scheuerer)
Viel unterwegs in den Rathäusern des Landkreises ist derzeit die Kelheimer Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU). Bei ihrem Antrittsbesuch bei Langquaids 1. Bürgermeister Herbert Blascheck betonte Högl eingangs, dass ihr viel an einem guten Miteinander zwischen der Kommunal- und der Landespolitik gelegen sei. „Ich möchte erfahren, was bereits gut läuft, aber auch wo und wie die Kommunen noch besser vom Freistaat unterstützt werden können. Diese Anregungen möchte ich mit nach München nehmen und an die entscheidenden Stellen transportieren,“ sagte Högl, die nun seit fünf Monaten als Kelheimer Stimmkreisabgeordnete dem Bayerischen Landtag angehört „Die ersten Wochen und Monate sind für mich gut gelaufen. Ich darf mich in den beiden Ausschüssen für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Arbeit und Soziales, Jugend und Familie einbringen“, sagte Högl im Gespräch mit Bürgermeister Blascheck. Dies seien Themen, die ihr als Landwirtin und vierfache Mutter besonders am Herzen lägen, aber auch für die Region von großer Bedeutung seien.
Blascheck stellte Högl zu Beginn des Gesprächs kurz den Markt mit seinen wesentlichen Kennzahlen sowie den eingeschlagenen Weg der Kommune mit dem Einstieg in die Städtebauförderung vor. „Als wir 2004 in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt aufgenommen wurden, war unser Bestreben, in die Menschen zu investieren und die Bürger mitzunehmen“, betonte Blascheck. Ohne einer intensiven Beteiligung der Bevölkerung würde ein solches Projekt nach Blaschecks Worten auch nicht funktionieren. Der Rathauschef stand damals vor der Herausforderung, dass die Bausubstanz am Marktplatz sanierungsbedürftig war und auch ein hoher Leerstand herrschte. „Es ist uns gelungen, die Bürger mitzunehmen und unseren Marktkern zu einem lebendigen Zentrum zu machen “, so Langquaids Rathauschef. Durch viele Maßnahmen seien der Marktplatz als „Einkaufszentrum“ etabliert und nahezu alle Gebäude saniert worden. Auch eine Vielzahl von Wohnungen sowie ein soziales und kulturelles Zentrum seien im Markt entstanden. Als nächstes eröffne im April an der Schulstraße ein Familien- und Bildungszentrum, welches neben einer Kinderkrippe und einen Kindergarten sowie einer Tagespflege für Senioren auch die eigene Volkshochschule des Marktes Langquaid beinhalten werde. „Heute wohnen im Bereich des Marktplatzes 160 Prozent mehr Menschen als noch im Jahr 2002. Im gesamten Gemeindegebiet haben wir in Langquaid mit zwanzig Prozent der Gesamtbevölkerung unter 18-Jahren eine im bayernweiten Vergleich sehr junge Bevölkerungsstruktur“, freute sich der Bürgermeister.
In diesem Zusammenhang kamen die beiden Politiker auch auf die Initiative des Freistaats „Innen statt Außen“ zu sprechen. „Der Freistaat unterstützt hierbei seine Gemeinden beim Flächensparen. 80 Prozent der förderfähigen Kosten für Projekte zur Belebung der Ortskerne übernimmt der Freistaat und schafft hiermit Anreize, dass leerstehende Gebäude und Brachen in Ortskernen revitalisiert werden, zum Beispiel durch Modernisierung und Instandsetzung“, führte Landtagsabgeordnete Petra Högl aus. Weiter, so Högl, bezuschusse der Freistaat mit der Förderinitiative „Flächenentsiegelung“ im Rahmen der Städtebauförderung Maßnahmen, die der Entsiegelung befestigter Flächen dienen. Blascheck betonte, dass diese Förderinitiativen des Freistaates gut und sinnvoll seien, da Fläche nicht unendlich vermehrbar sei und man auch Leben in den Ortszentren haben wolle. Daher habe auch der Langquaider Marktrat kürzlich den Grundsatzbeschluss gefasst, den eingeschlagenen Weg der konsequenten Innenentwicklung weiter vorantreiben zu wollen.
Auch die Ausweisung neuer Baugebiete und die Situation in der Kinderbetreuung im Markt waren Inhalte des Gesprächs. Blascheck war es hierbei wichtig zu betonen, dass man bei der Ausweisung von Neubaugebieten bewusst darauf achte, diese von der Anzahl der Parzellen überschaubar zu halten. „Wir wollen, dass sich bei unseren Neubaugebieten mit den Jahren ein gewisses Sozialgefüge entwickelt. Dies versuchen wir als Kommune auch bewusst zu steuern, indem neue Baugebiete nur dreißig bis vierzig Parzellen haben.“, so Blascheck. Petra Högl informierte den Bürgermeister anschließend darüber, dass der Freistaat ab dem 1. April 2019 den finanziellen Zuschuss für das letzte Kindergartenjahr auf die gesamte Kindergartenzeit ausweite. Dies bedeute für die Eltern, dass sich der Beitrag um 100 Euro im Monat ermäßige. Dies gelte ab September des Jahres, in dem das Kind seinen 3. Geburtstag feiere bis zur Einschulung. „Für die Eltern ist es wichtig zu wissen, dass sie selbst keinen Antrag auf Gebührenermäßigung stellen müssen. Die Entlastung erfolgt für sie automatisch“, sagte Högl. Koste der Kindergarten bislang beispielsweise 80 Euro im Monat, müssen die Eltern künftig keinen Beitrag mehr zahlen. Blascheck ergänzte, dass durch den Zuschuss des Freistaats der Besuch der Langquaider Kindertagesstätten für die Eltern kostenlos sein werde, da der Markt bisher schon sehr familienfreundliche Kita-Gebühren habe.
Zum Abschluss bedankte sich Herbert Blascheck bei Petra Högl für ihr Kommen und das offene Ohr. Högl sagte, sie freue sich darauf, dem Markt Langquaid als Abgeordnete und Kreisrätin weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen zu können.