Stadt Neustadt, VöF und Landwirtschaft bewirtschaften nach ökologischen Zielvorgaben 11 ha ökologische Ausgleichsflächen in Schwaig
v.l.: Michael Hartl - Umweltbeauftragter, Michael Rohwer - Projektbetreuer VöF, Marion Wigand - Ortsbäuerin und Landschaftspflegerin, Bürgermeister Thomas Memmel, Klaus Amann - Geschäftsführer VöF (Foto: Simon Wigand)v.l.: Michael Hartl - Umweltbeauftragter, Michael Rohwer - Projektbetreuer VöF, Marion Wigand - Ortsbäuerin und Landschaftspflegerin, Bürgermeister Thomas Memmel, Klaus Amann - Geschäftsführer VöF (Foto: Simon Wigand)
Mit der Übergabe der Ausgleichs- und Ersatzflächen der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens Schwaig II an die Stadt Neustadt im Jahr 2020 verfügt die Stadt Neustadt über einen beträchtliche Umfang an ökologischen Entwicklungsflächen. Insgesamt erstreckt sich der zukünftige Pflegeumfang auf über 11 ha Wiesen. Die gemäß dem Flurbereinigungsplan vorgegebene naturschutzgemäße Pflege wird in Zukunft über den Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. im Auftrag der Stadt Neustadt organisiert. „Mit dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. haben wir einen kompetenten Partner, mit dem wir gemeinsam die definierten ökologischen Entwicklungsziele erreichen wollen. Wichtig ist uns dabei auch immer, dass die praktische Maßnahmenumsetzung möglichst mit den Landwirten vor Ort passiert. Das ist ökologisch aber auch ökonomisch sinnvoll“, so der Neustädter Bürgermeister Thomas Memmel. Die Pflegemaßnahmen, die vorab mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden, übernehmen in der Regel Landwirte vor Ort. Dabei werden entweder mit Auflagen verbundene Pachtverträge abgeschlossen oder es erfolgen gezielt Pflegeaufträge an die Landwirte, die dann wiederum über den Maschinenring abgerechnet werden.
„Es handelt sich dabei vorwiegend um feuchte Wiesen und schmale gewässerbegleitende Grünlandflächen, die dem naturschutzfachlichem Ziel „Sicherung und Entwicklung von artenreichen extensiven Grünland“ dienen sollen. Zudem sind sie aufgrund ihrer oftmals linearen Struktur ideale Biotopverbundachsen und dienen zugleich als Puffer zwischen den Gräben und den angrenzenden Ackerflächen“, so Klaus Amann, Geschäftsführer beim Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V..

Für die Pflegekosten beantragt der VöF Fördermittel des Umweltministeriums über die Bayerische Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie. Mit den Pflegmaßnahmen werden insgesamt acht verschiedene Bewirtschafter beauftragt, die das Schnittgut meistens als Pferdeheu für die eigenen Tiere verwenden, so wie beispielsweise bei der Ortsbäuerin Frau Marion Wigand.

Hierzu betonte der Neustädter Bürgermeister, dass aufgrund der naturschutzfachlich intensiven Betreuung und der kompletten Organisation der Maßnahmen über den VöF, der Einbindung der hiesigen Landwirte sowie der Schnittgutverwertung in den landwirtschaftlichen Betrieben vor Ort, dies eine gelungene Umsetzung eines durchdachten Konzeptes sei. Zudem ist das Maßnahmenpaket auch ein weiterer Mosaikstein der Stadt Neustadt für mehr Artenschutz und Insektenvielfalt im Landkreis Kelheim.

Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V.
LEADER-Geschäftsstelle
Klaus Amann
Geschäftsführer