Gögginger torpedieren etablierten Event
Der Landkreis Kelheim gibt viel Geld aus um den Tourismus im Landkreis zu fördern... und dann solch eine Beschlussvorlage (Foto: br-medienagentur)Der Landkreis Kelheim gibt viel Geld aus um den Tourismus im Landkreis zu fördern... und dann solch eine Beschlussvorlage (Foto: br-medienagentur)
Bereits zum zweiten Mal war der in der Bevölkerung beliebte Kunst- und Handwerker-Markt mit Trommel-Event Tagesordnungspunkt im Neustädter Stadtrat. Zum fünften Mal sollte heuer im Umfeld des Kurparks und im Kurhaus von Bad Gögging, einem Stadtteil von Neustadt an der Donau, der von Norbert Grüner, mittels Unterstützung der Kurverwaltung, vor Jahren erstmals organisierte und inzwischen etablierte Markt stattfinden, fiel jedoch aufgrund von Corona und den strengen Auflagen aus. Die bereits seit Monaten vorher angemeldeten Teilnehmenden und die Aussteller waren zwar enttäuscht, jedoch einsehend und meldeten sich für den Markt in 2021 erneut an.
Dazu der Veranstalter Norbert Grüner: „Mich hat natürlich sehr gefreut, dass sich die meisten Aussteller auf das nächste Jahr haben vertrösten lassen und nicht abgesprungen sind, denn alle Teilnehmenden der vergangenen Jahre waren begeistert von Bad Gögging mit seinem Kurpark als Ausrichtungsort, aber auch vom zuvorkommenden Service der ansässigen Beherbergungsbetriebe sowie der Besucherresonanz. Dass dieser Markt auch 2021 wieder stattfinden wird, war für mich und die Aussteller klar, zumal mich der ergangene Marktbescheid sogar dazu verpflichtet, den Markt durchzuführen.“
Zwischenzeitlich ging jedoch bei der Stadtverwaltung von Neustadt eine – man darf sagen – dubiose Unterschriftenliste ein, in der sich die Eingetragenen gegen eine Neuauflage des Marktes im Jahr 2021 aussprachen. Somit wurde die mehrtägige Veranstaltung, die durch gezielte Werbemaßnahmen und guter Vernetzung des Veranstalters Norbert Grüner Bad Gögging weit über die Grenzen des Umlandes hinaus bekannter machte, als Tagesordnungspunkt der Stadtratssitzung zum ersten Mal aufgenommen. Auf Nachfrage unserer Zeitung wurde uns von der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass dieser Liste die Voraussetzung für ein Bürgerbegehren zwar fehle, aber es trotzdem Redebedarf gäbe. Die Diskussion in dieser Sitzung ergab keinen Konsens, sodass das Thema in der nächsten Sitzung erneut behandelt werden müsse. Vor dieser Sitzung erklärte Erster Bürgermeister Thomas Memmel unserer Zeitung, dass der Marktbescheid weiterhin Bestand hat, da in den zurückliegenden Jahren keine Beanstandungen, wie etwa persönliche Unzuverlässigkeit des Veranstalters oder Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, die unter anderen ein Grund wären, den Bescheid aufzuheben, festgestellt werden konnten. Bei der zweiten Sitzung des Stadtrates wurde dann der Beschluss gefasst, dass der Markt auch in 2021 stattfinden kann, jedoch die Modalitäten mit dem Organisator Norbert Grüner neu ausgehandelt werden müssen, um welche es dabei geht, blieb unausgesprochen. Unsere Zeitung wird das Thema weiter verfolgen.