Logo 100 Jahre Bad Gögging  (Grafik: Tourismusbüro Bad Gögging)Sonderausstellung bis Ende Oktober im Foyer des Kurhauses in Bad Gögging

Jahrhunderte lang bildete die Donau die Nordgrenze des Römischen Reiches. Sie war gleichzeitig die wichtigste Verkehrsader, die die römischen Provinzen im Norden des Imperiums verband. An ihrem rechten Ufer wurden seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. zahlreiche Militärlager errichtet – wie DONAUPERLEN an einer Kette. Sie sind Gegenstand einer Ausstellung, die den wichtigsten römischen Plätzen zwischen Eining/Bad Gögging in Bayern und Intercisa in Ungarn gewidmet ist. Die Ausstellung ist bis Ende Oktober im Foyer des Kurhauses in Bad Gögging (Am Brunnenforum, 93333 Bad Gögging / Nähe Limes-Therme) zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung in Bad Gögging von 8.00 bis 20.00 Uhr.
Verschiedene Abschnitte der römischen Grenzsicherung sind bereits in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen, so der Hadrianswall in England (seit 1987), der Antoninuswall in Schottland (seit 2008) sowie der Obergermanisch-Raetische Limes in Deutschland (seit 2005). Letzterer stößt bei Hienheim (Landkreis Kelheim) an die Donau. Dabei bildet das Kastell Eining auf dem Donausüdufer das Scharnier zwischen Land- und Flussgrenze.
Seit mehreren Jahren arbeiten Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn daran, dass auch der Donaulimes zum Weltkulturerbe erklärt wird. Die Bewerbung für das UNESCO-Welterbe wurde im Januar 2018 eingereicht. Eine Entscheidung wird im Sommer 2019 erwartet. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch der untere Abschnitt des Donaulimes bis zum Schwarzen Meer Teil des transnationalen Welterbes „Grenzen des Römischen Reiches – Donaulimes“ werden.

(Text: S. Codreanu-Windauer, Bayer. Landesamt f. Denkmalpflege)