Urlaubsreif oder einfach mal raus aus dem Alltagstrott? Hier gibts die Reiseangebote

Arrow up
Arrow down
Es ist ganz normal, anders zu sein
Hier soll die kombinierte Grund- und Förderschule entstehen: Zweite Bürgermeisterin Hannelore Langwieser zeigt Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich das Grundstück. Auch CSU-Schriftführer Alfons Ziegler unterstützt die Pläne.  (Foto: Bezirk Niederbayern, Bäumel-Schachtner)Hier soll die kombinierte Grund- und Förderschule entstehen: Zweite Bürgermeisterin Hannelore Langwieser zeigt Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich das Grundstück. Auch CSU-Schriftführer Alfons Ziegler unterstützt die Pläne. (Foto: Bezirk Niederbayern, Bäumel-Schachtner)
Dies will Inklusion vermitteln. Geht es nach den Plänen der Stadt Mainburg, so werden im Ortsteil Sandelzhausen in wenigen Jahren einmal nichtbehinderte Kinder mit Kindern mit Handicap ein gemeinsames Schulhaus besuchen. Berührungsängste abbauen, den anderen so sein lassen, wie er ist – dies liegt dem Konzept zugrunde. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich besuchte nun zweite Bürgermeisterin Hannelore Langwieser, um sich die Pläne erörtern zu lassen, und begrüßte diese sehr.
„Das ist das Grundstück“: Hannelore Langwieser zeigt auf eine noch mit Mais bewachsene Fläche in Sandelzhausen. Da die Grundschule in die Jahre gekommen ist und eine Sanierung sehr kostspielig wäre, hat sich die Gemeinde zu einem Neubau für die Schule entschieden. Auch ein Bürgerentscheid hat diesen Entschluss gefestigt. Aber auch die Prälat-Michael-Thaller-Schule, die Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichtet, braucht neue Räumlichkeiten. „So kamen wir darauf, dass beide eigentlich zusammen unter ein Dach ziehen könnten“, erklärte Langwieser dem Bezirkstagspräsidenten. „Beide Einrichtungen sind sehr angetan und wollen das mittragen, die Schulleiter verstehen sich sehr gut.“
Die Grundidee: Eigenständigkeit für die beiden Schulen so viel wie nötig, Zusammenarbeit und Berührungspunkte so viel wie möglich. Die Schüler sollen lernen, dass Kinder, die anders sind, eine Selbstverständlichkeit darstellen. Barrieren sollen abgebaut oder gar nicht erst errichtet werden.
Für den möglichen Bau des Gebäudes ist der Freistaat zuständig, doch der Bezirkstagspräsident hieß die gemeinsamen Maßnahmen sehr willkommen: „Solche Modelle gibt es bei uns höchst selten. Es wäre ein Musterbeispiel von gelebter Inklusion und ein absolutes Modellprojekt. Der Ansatz ist außergewöhnlich.“ Langwieser habe hier in den vergangenen Jahren als ehemalige Behindertenbeauftragte des Bezirks Niederbayern viel Wissen gesammelt und mit Herzblut agiert. „Ich würde mich freuen, wenn das Projekt zügig umgesetzt werden würde“, so Heinrich. Ein Bebauungsplan könne nach eigenen Erfahrungen binnen sechs Monate aufgestellt werden.

– mbs –