Logo Polizei Niederbayern (Foto: br-medienagentur)Corona in Niederbayern – Verstöße auf gleichem Niveau

NIEDERBAYERN. Die niederbayerische Polizei hält die Kontrollintensität auch weiterhin auf hohem Niveau und konnte mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei über 1.800 Kontrollen durchführen. Die Kontrollen konzentrierten sich auf die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen, aber auch Gastro-Betriebe und sonstige Geschäfte wurden überwacht. Die Quote bei Verstößen blieb annähernd gleich.
Mit einer Vielzahl von Kräften war die niederbayerische Polizei am Montag im Einsatz, um die Einhaltung der Allgemeinverfügung und im Speziellen der Ausgangsbeschränkung zu überwachen. Das Wetter lockte erneut viele Menschen auf die Straßen und so mussten wieder 68 Verstöße geahndet werden (Sonntag 69). Drei Verstöße entfallen auf sogenannte Waschsalons, die restlichen 65 Anzeigen sind Zuwiderhandlungen gegen die Ausgangsbeschränkung zuzuordnen. Im Bereich Gastronomie und Einzelhandel wurden keine Verstöße registriert. Die niederbayerische Polizei wird die Überwachungsmaßnahmen weiterhin fortführen und festgestellte Verstöße konsequent zur Ahndung bringen.
Bei den Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung ist eine leichte Häufung bei der Altersgruppe der 20-30-Jährigen zu verzeichnen. Die Polizei bittet daher insbesondere diese Altersgruppe um Einsicht und Vernunft. Thematisieren Sie die Wichtigkeit der Einhaltung in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis und weisen Sie gegebenenfalls auf geltende Bestimmungen und drohende Strafen hin, wenn Sie Kenntnis von Verstößen erlangen. Weitere Informationen finden sie auf der Internetseite www.bayern.de.
Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher, Maximilian Bohms, POK


Schüler bestellt Waffen im Internet – Die Rechnung ging an das Jugendamt
LKRS. PASSAU. Am 12.03.2020 meldete sich eine Sachbearbeiterin des Jugendamts Passau bei der Polizei, da sie eine verdächtige Mail von einem Jagd- und Sportwaffenhändler erhalten habe. Es stellte sich heraus, dass ein Schüler im Namen der Sachbearbeiterin Bestellungen getätigt hat. Die Kriminalpolizei Passau hat den Verantwortlichen ermittelt.
Ein zunächst unbekannter Täter bestellte bei einem Händler für Jagd- und Sportwaffen Waren im Wert von knapp 20.000 Euro. Da unter anderem Luftgewehre bestellt wurden, sollte die vermeintliche Bestellerin ihr Alter bestätigen. So fiel erstmals auf, dass hier widerrechtlich Bestellungen im Namen der Jugendamtssachbearbeiterin getätigt wurden. Das Fachkommissariat für Cybercrime hatte daraufhin die Ermittlungen wegen Fälschung beweiserheblicher Daten übernommen. Bei dem Online-Händler konnte schnell die IP-Adresse des bei der Bestellung benutzten Rechners ermittelt werden. Die Spur führte zu einer Schule im Landkreis Passau. An einem Rechner des dortigen Internet-Cafés hat ein Schüler die Bestellungen getätigt. Nach einer Auswertung der mit persönlicher Zugangskennung zeitgleich eingeloggten Nutzer, konnte schließlich durch Zeugenaussagen ein 13-jähriger Schüler ermittelt werden, der sich mit einer allgemeinen Benutzerkennung eingeloggt und die Bestellungen getätigt hatte. Zwischenzeitlich räumte der 13-Jährige die Tat ein und gab an, dass er dem Jugendamt eins auswischen wollte. Die Daten für die Bestellung habe er rein zufällig ausgewählt und zuvor im Internet recherchiert.
Dank einer schnellen Datenübermittlung der betrogenen Firma und einer schnellen Beantwortung von Anfragen bei den Internetprovidern, konnten die Ermittler hier den Verantwortlichen ermitteln.
Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher, Maximilian Bohms, POK

Streit endet in körperlicher Auseinandersetzung
LANDSHUT. Ein Streit zwischen zwei Bekannten endete am Sonntag (22.03.2020) in einer körperlichen Auseinandersetzung. Die Kripo Landshut führt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut die weiteren Ermittlungen.
Von Samstag auf Sonntag, gegen 02:00 Uhr, gerieten ein 32-Jähriger und ein 36-jähriger Mann in Streit. Im weiteren Verlauf kam es zwischen den beiden erheblich alkoholisierten Männern zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Hierbei soll nach jetzigem Stand der Ermittlungen der 32-Jährige gegen den Kopf des 36-Jährigen getreten haben. Beide Rumänen wurden bei der Streitigkeit verletzt und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Grund für die Auseinandersetzung ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Kripo Landshut führt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut die weiteren Ermittlungen.
Pol.-Präs. Ndby., Pressesprecher, Markus Fink, PHK


Polizeiinspektion Kelheim

Marihuana sichergestellt
NEUSTADT A. D. DONAU (LKRS. KELHEIM) Bei Personenkontrolle konnten Betäubungsmittel aufgefunden werden.
Am 23.03.2020, gegen 20:35 Uhr wurden zwei Beamte der PI Kelheim am Bahnhof in Neustadt a. d. Donau auf einen 30jährigen Mann aufmerksam, welchen eine Duftwolke von Marihuanageruch umgab. Bei der anschließenden Kontrolle konnten die Beamten dann bei dem Mann ein Marihuana-Tabak-Gemisch im zweistelligen Grammbereich, sowie ein Rauschgift-Utensil auffinden. Die Sachen wurden sichergestellt, gegen den 30-Jährigen wurde ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Versuchter Callcenterbetrug
BAD ABBACH (LKRS. KELHEIM) Anrufer versucht durch Gewinnversprechen Kasse zu machen.
Am 23.03.2020, gegen 16:25 Uhr erhielt ein 51jähriger Bad Abbacher einen Anruf von einem unbekannten Mann, welcher sich als Mitarbeiter von Welt am Sonntag vorstellte. Laut dem Mann habe der Angerufene angeblich 28.500 Euro gewonnen. Das Geld sollte bereits am nächsten Tag übergeben werden. Jedoch würden zuvor für den notwendigen Notar und den Sicherheitsdienst Kosten zwischen 600 Euro und 900 Euro fällig, welche der Angerufene hätte überweisen sollen. Der 51-Jährige durchschaute jedoch die Masche und zeigte den Vorfall bei der Polizei an. Der unbekannte Täter rief unter einer gespooften (tatsächlich existent, jedoch vom Täter missbraucht) Telefonnummer an.
HINWEIS: Bei dieser Art von Anrufen handelt es sich um organisiert vorgehende Betrugsbanden, welche in Callcentern im Ausland sitzen und durch geschickte Gesprächsführung versuchen an das Geld zumeist älterer Herrschaften zu gelangen. Die PI Kelheim warnt in diesem Zusammenhang vor dieser Betrugsmasche !!! Angehörige von älteren Menschen werden gebeten, mit ihren Familienangehörigen über diese Betrugsform zu sprechen.
Verkehrsunfall mit Personenschaden
BAD ABBACH (LKRS. KELHEIM) Am Montag ereignete sich auf der B 16 ein Verkehrsunfall der zwei verletzte Personen zur Folge hatte.
Am 23.03.2020, gegen 06:55 Uhr befuhr ein 52jähriger Pkw-Fahrer die B 16 von Regensburg kommend in Richtung Kelheim. Auf Höhe Alkofen wollte er nach links abbiegen. Dies erkannte ein nachfolgender 46jähriger Pkw-Fahrer zu spät und fuhr auf den Pkw des 52-Jährigen auf. Dessen Pkw wurde daraufhin nach links geschleudert und kollidierte leicht mit dem entgegenkommenden Pkw eines 23-Jährigen.
Der 52-Jährige, sowie der 23-Jährige wurden hierbei leicht verletzt vom Rettungsdienst in die Goldbergklinik verbracht. An den Pkw des 52-Jährigen und des 46-Jährigen entstand ein Totalschaden. Der Pkw des 23-Jährigen wurde nur leicht beschädigt.
Verhütete Trunkenheitsfahrt
RIEDENBURG (LKRS. KELHEIM) Alkoholfahrt eines Pkw-Fahrers verhindert.
Am 23.03.2020, gegen 16:00 Uhr konnten Beamte der PI Kelheim im Rahmen eines anderen Einsatzes auf einem Parkplatz an der Staatsstr. 2231 einen angetrunkenen Pkw-Fahrer feststellen. Der 57jährige Mann saß in seinem Pkw und trank ein Bier. Er gab an bereits zwei Bier getrunken zu haben. Ein vor Ort freiwillig durchgeführter Alkotest ergab einen leichten Alkoholisierungsgrad mit welchem der Mann seinen Pkw nicht mehr hätte führen dürfen. Deshalb wurde der Fahrzeugschlüssel präventiv sichergestellt.
Fahrt unter Drogeneinfluss
NEUSTADT A. D. DONAU (LKRS. KELHEIM) Pkw-Fahrerin unter Drogeneinfluss unterwegs.
Am 23.03.2020, gegen 07:20 Uhr meldete ein Mann, dass eine 27jährige aus dem Landkreis Kelheim vermutlich unter Drogeneinfluss mit ihrem Pkw unterwegs sei. Eine Streifenbesatzung der PI Kelheim konnte die Frau in ihrem Pkw in Neustadt a. d. Donau antreffen. Bei der Begutachtung ihrer Person wies sie drogentypische Ausfallerscheinungen auf. In ihrem Pkw wurden zudem Betäubungsmittel aufgefunden, welche sichergestellt wurden. Nach einer erfolgten Blutentnahme in der Goldbergklinik wurde die Frau wieder entlassen. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren nach dem BtmG eingeleitet. Zudem erfolgt wegen der Fahrt unter Drogeneinfluss eine Anzeige nach dem Straßenverkehrsgesetz.
Mehrere Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung/Betriebsstättenuntersagung
LANDKREIS KELHEIM. Weitere vereinzelte Verstöße festgestellt.
Am 23.03.2020 wurden im Landkreis Kelheim insgesamt vier Verstöße gegen die aktuell geltende Ausgangsbeschränkung bzw. Betriebsstättenuntersagung zur Anzeige gebracht.
Während in der Stadt Kelheim ein Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung festgehalten wurde, so waren es in der Gemeinde Neustadt a. d. Donau zwei gleichgelagerte Fälle.
Zudem wurde in Bad Abbach ein Verstoß gegen die Betriebsstättenuntersagung festgestellt.

HINWEIS der Polizei Kelheim:
Bei der Polizei Kelheim ging auch am 23.03.2020 wieder eine große Anzahl von Anrufen von Bürgern ein, welche Fragen rund um das Thema Ausgansbeschränkungen hatten. Die Anrufer werden gebeten sich bei diesbezüglichen Fragen an das hierfür gedachte Bürgertelefon des LRA Kelheim (09441/207 3112) zu wenden. Alternativ können viele Infos auch über die Internetseite des Landkreises Kelheim abgerufen werden.

Werner Sitterli, PHK


Polizeiinspektion Mainburg
Sonstiger Vorgang
MAINBURG. Verstoß gegen Ausgangsbeschränkung
Am 23.03., gegen 23.00 Uhr ging die telefonische Mitteilung über zwei verdächtige Personen im Bereich Wiesenweg ein. Bei der Kontrolle der beiden 35jährigen Männer aus Mainburg wurde festgestellt, dass sie Visitenkarten mit Werbung verteilten und aufgrund der Gesamtumstände gegen die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes verstießen. Gegen beide wird Anzeige erstattet.
Karl Kneitinger
Polizeioberkommissar