Logo Regierungsbezirk Niederbayern (Grafik: Bezirk Niederbayern)Zuschüsse in Höhe von insgesamt 605.214,96 Euro genehmigte der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirkstags von Niederbayern in seiner Sitzung am 19. November. Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Vorsitzender des Ausschusses, wies auf die prekäre Lage kultureller Institutionen und Kulturschaffender durch die Corona-Krise und den aktuellen Teil-Lockdown hin. Diese seien gerade jetzt auf die Förderung durch die öffentliche Hand bzw. kommunale Träger angewiesen. Es drohe ein ‚Kultursterben‘ in Niederbayern und damit ein Verlust für die Bevölkerung, der über Jahre nicht mehr gutzumachen sei und auch die kulturelle Identität Niederbayerns schwächen könne. Der Bezirk Niederbayern alleine könne diese Bedrohung nicht abwenden, dennoch würde er im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit seinen wichtigen Beitrag leisten, die Kultur zu unterstützen. „Wir hoffen, dass 2021 wieder viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden, verschobene Projekte nachgeholt werden und sich Institutionen und Kulturschaffende erholen können“, so Dr. Pröckl.
Förderung der Jugendarbeit
277.806,93 Euro wurden dem Bezirksjugendring Niederbayern als Betriebskostenzuschuss bewilligt, unter anderem für Personal- und Sachkosten, die Medienfachberatung und Veranstaltungen wie beispielsweise das im 2-Jahresturnus stattfindende Jugendfilmfest JUFINALE.
Überörtliche Sportveranstaltungen
Der Zucht- und Trabrennverein Straubing 1873 e. V. bekommt für seine Amateurmeisterschaft, die im Juli dieses Jahres ohne Publikum stattfand, eine Unterstützung in Höhe von 1.057,03 Euro.
55.960 Euro für kulturelle Veranstaltungen und Projekte
Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. erhält für seine Volksmusikstelle Niederbayern/Oberpfalz 10.000 Euro und weitere 1.600 Euro für die Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben. Ebenfalls 10.000 Euro bewilligte der Ausschuss dem Verein KlinikClowns Bayern e. V. für seine Visiten im nächsten Jahr. Für sinfonische Konzerte des Ostbayerischen Jugendorchesters e. V. wurden für 2020 und 2021 jeweils 5.500 Euro genehmigt. Das 26. Internationale Musikfestival Bluval 2020 wird mit 3.260 Euro gefördert, das Theater ImPuls/Andreas Wiedermann für die Theateradaption „Früchte des Zorns“ nach John Steinbeck mit 3.000 Euro und der Verein classic events niederbayern e. V. für seine Pop-Up-Konzerte Deggendorf in 2020 mit 2.560 Euro.
Der Theater Plan B erhält für die Theateradaption „Die Blechtrommel“ als Beitrag zum deutsch-jüdischen Jahr 2021 2.180 Euro, die edition Lichtland für das Buchprojekt „Künstlerbiografien“ 2.020 Euro, das Theater die exen, freies Puppentheaterensemble, für die 2021er Puppen- und Objekttheaterinszenierung „Heidis Geheimnis“ 4.000 Euro. Weitere Gelder fließen an den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. für den pädagogischen Betrieb des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern 2021 (1.800 Euro) und die Städtische Musikschule Landshut für den 58. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ (1.500 Euro). Ferner wurde folgenden Zuschussanträgen zugestimmt: 540 Euro für Regenbogen Kunst- und Kulturverein Plattling e. V. für das Jazz-Forum 2020/2021, 500 Euro für den Kultur- und Geschichtsverein Vilshofen e. V. für die Publikation „Dr. Johann Ev. Kappel: Vergessen, verkannt, wiederentdeckt - Senior der Kunstmaler Niederbayerns“, für Silicon Vilstal gemeinnützige UG jeweils 500 Euro für das Erlebnisfestival 2020 Silicon Vilstal und die Kultur-Ideenwerkstatt 2020, je 400 Euro gehen an die Gemeinde Fürstenstein für die Hans Matheis Volksmusiktage 2021 und den Verband Bayerischer Amateurtheater e. V. für die Aus- und Weiterbildung der Amateurschauspieler in Niederbayern 2021 sowie 200 Euro an Regina Speiseder für den Kurzfilm „Brimborium“ 2020.
Förderung nichtstaatlicher Museen
Für Sonderausstellungen in 2020 und 2021 sowie die Optimierung seiner Dauerausstellung erhält das Waldmuseum Zwiesel der Stadt Zwiesel eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Der Verein Rotes Schulhaus e. V. in Rinchnach erhält 10.000 Euro für die Gründung eines neuen Museums.
250.391 Euro für die Denkmalpflege
Nach den einschlägigen Richtlinien des Bezirks Niederbayern für Bau- und Kunstdenkmäler wurden aus dem Fördertopf des Bezirks für die Denkmalpflege im Rahmen der Regelförderung 250.391 Euro genehmigt. Im Einzelnen fließen in die Städte: Landshut 4.400 Euro, Passau 1.500 Euro, Straubing 19.000 Euro; in die Landkreise: Deggendorf 2.100 Euro, Freyung-Grafenau 3.900 Euro, Kelheim 58.167 Euro, Landshut 51.800 Euro, Passau 31.938 Euro, Regen 1.200 Euro, Rottal-Inn 37.386 Euro und Straubing-Bogen 39.000 Euro.

- sb -

Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl stellt neue Leiterin des Kostüm- und Requisitenfundus in Mainkofen vor

v.r.: Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Stephanie Griebl und Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder, Leiter des Kulturreferats (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen/Kölbl-Grantner)v.r.: Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Stephanie Griebl und Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder, Leiter des Kulturreferats (Foto: Bezirksklinikum Mainkofen/Kölbl-Grantner)
Der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss war ein willkommener Anlass, den Ausschussmitgliedern Stephanie Griebl als neue Leiterin des Kostüm- und Requisitenfundus in Mainkofen vorzustellen. Ihre Vorgängerin Elisabeth Weickmann hat nach rund vierzehn Jahren vor kurzem die Leitung des Fundus auf eigenen Wunsch aufgegeben. Der Vorsitzende des Ausschusses, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, freute sich, dass der Bezirk eine qualifizierte Nachfolgerin gefunden hat: „Stefanie Griebl ist aufgrund Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung eine ideale Besetzung." . Stephanie Griebl hat neben ihrer profunden Ausbildung in den Fachgebieten Fotografie und Design langjährige Berufserfahrung im Bereich Requisite und Bühnenbild. Im Ausland beim BBC sowie bei der heimischen Erfolgsserie „Dahoam is Dahoam“ konnte sie als Requisiteurin vielfältige Erfahrungen sammeln. Bereits seit 2018 bringt die gebürtige Landshuterin ihr Talent beim bezirkseigenen Theaterprojekt KULTURmobil ein, wo sie auch für die Tourneeleitung verantwortlich ist. In dieser Funktion hatte sie sich bestens für die Leitung des Kostüm- und Requisitenfundus empfohlen.

Stephanie Griebl hat sich in den wenigen Wochen in ihrem neuen Wirkungsbereich schon ein Stück weit mit dem umfangreichen Bestand an Kostümen und Requisiten vertraut gemacht. Sie freut sich darauf, den traditionsreichen Fundus fortzuführen und den niederbayerischen Laienspielgruppen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Künftig sicher wieder mit mehr Besuchern, denn viele hiesige Laien- und Amateurtheatergruppen planen schon jetzt eifrig für das kommende Jahr, um endlich wieder auftreten zu können – auch unter Beschränkungen und besonderen Vorkehrungen. Wenn es soweit ist, werden sie jedenfalls auf die Unterstützung durch den Bezirk bauen können.

 - eb -

Am vergangenen Montag startete die Aktion Wunschbaum der Nachbarschaftshilfe Landshut.
v.l.: Hans Peter Brunnhuber,  Anja König und Hans Jürgen Müller (Foto: SPD-Landshut)v.l.: Hans Peter Brunnhuber, Anja König und Hans Jürgen Müller (Foto: SPD-Landshut)
Viele Kinder aus finanziell schwachen Familien dürfen auch in diesem Jahr wieder ihre unerfüllten Wünsche aufschreiben. Der Initiator des Wunschbaumes Hans-Peter Brunnhuber von der Nachbarschaftshilfe Landshut gab gern mit Schirmherrin Stadträtin Anja König den Startschuss. Wie in jedem Jahr übergab Anja König mit dem Startschuss auch die erste Spende in den Spendentopf. Zur Eröffnung bedankte sich der Initiator und Organisator Hans-Peter Brunnhuber von der Nachbarschaftshilfe: „Es geht nicht darum, außergewöhnliche Wünsche wie diese heutzutage unter den meisten Kindern weit verbreitet sind, zu erfüllen. Vielmehr sind es ganz einfache Wünsche, Spielsachen wie Puppen und Playmobil, Bücher oder einfach das Ermöglichen eines Freizeitpark-Besuches, die in diesen Familien finanziell nicht umsetzbar sind.“

Beirat des Bayerischen Golf- und Thermenlandes tagt online
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie schlagen sich enorm in den Zahlen des Bayerischen Golf- und Thermenlandes nieder, dessen Beirat am Dienstag per Videokonferenz tagte. Im Zeitraum von März bis Juli 2020 belief sich der Verlust im Zuge der Betriebs- und Thermenschließungen auf knapp 450 Millionen Euro, wie Alexander von Poschinger, Marketingleiter des Bayerischen Golf- und Thermenlandes, den Beiratsmitgliedern erörterte.
Er ging rückblickend auf die Vielzahl an Marketingmaßnahmen ein, die während der Krise vor allem im Onlinebereich stattgefunden hatten. Dadurch war es geglückt, dass sich die Zahlen im Juli und August wieder etwas erholen konnten. Auch zeigte er anhand einer Studie auf, wie sehr gerade der Einzelhandel von den Tagesgästen in der Region profitiert. Eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 1,7 Milliarden jährlich entfällt auf das Bayerische Golf- und Thermenland. Etwa die Hälfte davon geht an das Gastgewerbe, zu je einem Viertel profitieren Einzelhandel und der Dienstleistungssektor. Bis Februar rechnet der Marketingleiter für den Tourismus noch mit „düsteren Monaten“, hofft jedoch, genau wie der gesamte Beirat, dass sich gerade auch durch die schnelle Entwicklung in Sachen Impfstoff, die Situation danach verbessert. Positiv zu werten während der Krise waren die vielen Anfragen von Pressevertretern nach Ausflugstipps in der Region. „Hier konnten wir aus den Vollen schöpfen“, so von Poschinger, der sich freute, dass damit viele werbewirksame Veröffentlichungen erschienen, die keine Kosten verursachten.
Das Thema Radfahren hat eine wachsende Bedeutung für die touristische Entwicklung der Region. (Foto: Archiv Tourismusverband Ostbayern)Das Thema Radfahren hat eine wachsende Bedeutung für die touristische Entwicklung der Region. (Foto: Archiv Tourismusverband Ostbayern)
KlinikClowns dankten Bezirkstagpräsident Dr. Heinrich für die finanzielle Unterstützung des Bezirks Niederbayern
Luise Stierstorfer alias „Lotti“ (Mitte) und Andrea Andrade vom Verein KlinikClowns e. V. berichteten Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich von ihrer Arbeit.  (Foto: Bezirk Niederbayern/Bäter)
Seit 2016 unterstützt der Bezirk Niederbayern den gemeinnützigen Verein KlinikClowns Bayern e. V.. Auch für 2020 genehmigte der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss unter dem Vorsitz von Bezirkstagvizepräsident Dr. Thomas Pröckl Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro für die Clowns-Visiten. Andrea Andrade und Luise Stierstorfer von den KlinikClowns besuchten nun Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in der Landshuter Bezirkshauptverwaltung, um von ihrer Arbeit zu erzählen.
Die Clowns besuchen in regelmäßigen Zeitabständen Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und Hospizen – vom Kleinkind bis hin zu hochbetagten Senioren. „Durch die Corona-Hygienebestimmungen haben sich die Voraussetzungen für unsere Visiten sehr verändert“, erzählte Andrea Andrade. „Dort wo es möglich ist, muntern wir Patienten und Bewohner von Fenstern und Balkonen aus auf oder wir spielen, tanzen und singen in Innenhöfen und Gärten. Ansonsten weichen wir auf ‚Online-Live-Visiten‘ oder ‚Video-Visiten‘ aus.“ Neben kranken Kindern und Erwachsenen seien auch alte Menschen in Pflegeheimen eine wichtige Zielgruppe des Vereins. Vor 22 Jahren haben die KlinikClowns mit dem Fokus auf Kinder in Krankenhäusern gestartet. Mittlerweile sind aber auch Altenheime feste Einsatzorte der Clowns. „Bayernweit sind es 60 Senioreneinrichtungen, die wir regelmäßig besuchen“, so Andrade weiter. „Außerdem besuchen wir Bewohner von Behinderteneinrichtungen. Nach wie vor liegen uns die Besuche von kranken Kindern sehr am Herzen. Dazu gehört beispielsweise das Kinderkrankenhaus in Landshut. Trotz des nötigen Abstands sind die Visiten nicht nur für die Kinder eine willkommene Aufheiterung und Abwechslung vom tristen Alltag. Oft ist es für uns selbst sehr berührend, kranken und manchmal auch einsamen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“
„Gerade jetzt, wo wir die zwischenmenschlichen Kontakte wieder herunterfahren mussten, sind ihre Visiten für die Menschen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen besonders wichtig“, so Dr. Heinrich. „Wo Menschen lachen, profitiert auch die Seele. Als Träger der Bezirkskrankenhäuser und psychiatrischer Ambulanzen ist der Bezirk Niederbayern ‚zuständig‘ für die seelische Gesundheit seiner Bevölkerung und daher liegt mir viel daran, dass wir die Visiten der KlinikClowns unterstützen.“


– sb –

Mitglieder der SPD Landshut sprechen sich klar gegen bewaffnete Drohnen aus
v.l.: Fabian Dobmeier, Anja König, Patricia Steinberger und Vincent Hogenkamp (Foto: SPD-Landshut)v.l.: Fabian Dobmeier, Anja König, Patricia Steinberger und Vincent Hogenkamp (Foto: SPD-Landshut)
„Grundsätzlich werden Waffen hergestellt, um Leben zu verletzen bzw. auszulöschen.“, begann die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Landesvorstandsmitglied der BayernSPD und Bundesvorstandsmitglied der DL21 (Parteilinke) Anja König ihr Statement zu einer Resolution. Die Mehrheit der SPD-Mitglieder stehe für eine Friedenspolitik der Abrüstung und gegen eine Erhöhung der Waffenproduktion und deren Einsatz. „Am 5. Oktober fand eine Anhörung des Deutschen Bundestages zur Bewaffnung der deutschen Heron TP Drohnen statt. Im Zusammenhang damit wurde von Verteidigungspolitikerinnen SPD-Fraktion als Leitfrage für den Entscheidungsprozess angebracht: Wie kann man den bestmöglichen Schutz der Soldatinnen und Soldaten in gefährlichen Auslandseinsätzen sicherstellen?“ Auf dieser Grundlage äußerten sich die SPD-Verteidigungspolitikerinnen nicht kategorisch ablehnend. Deshalb sei es wichtig, dass die Mitglieder der SPD darüber diskutieren und ihre Botschaft und Meinung zur Unterstützung bei der Abstimmungsfindung an ihre Abgeordneten weitergeben. Derzeit verfüge die Bundesrepublik Deutschland über fünf Heron TP Drohnen, die momentan nicht bewaffnet sind und zur Aufklärung genutzt werden. Bereits 2013 habe der Bundesvorstand beschlossen, dass die SPD künftig solche Vorhaben der Bewaffnung von Drohnen und deren Einsatz nicht unterstützen werde. Durch den Einsatz bewaffneter Drohnen bestehe die Gefahr einer weiteren Entfremdung Kriegsführung. Auch liege die Hemmschwelle, sie einzusetzen, deutlich niedriger, denn der Soldat bzw. die Soldatin sitzt wie bei einem Computerspiel am Bildschirm. Außerdem steuere die Entwicklung sogar in Richtung autonome Systeme zu, was heißen würden, dass Maschinen über menschliches Leben entscheiden. „Einer solchen Entwicklung dürfen wir niemals zustimmen.“, erklärte König weiter. „Die SPD ist seit jeher die Friedenspartei. Die Rechnung ist ganz einfach: Sozialdemokratie heißt Friedenspartei sein, Friedenspartei sein heißt bewaffnete Drohnen ablehnen. Die SPD-Bundestagsfraktion darf der Bewaffnung von Kampfdrohnen nicht zustimmen, dafür gibt es auch in einer Koalition keinen Kompromiss.“ Bei den Landshuter Sozialdemokrat*innen wurde daraufhin nicht viel diskutiert, denn alle waren sich einig und die Resolution wurde einstimmig zur Weiterleitung an die niederbayerischen Bundestagsabgeordneten verabschiedet.



Anja König
Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion
stellv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins
Landshut Stadt
Bundesvorstandsmitglied der DL21
mobil: 015253113535

Stellplatzschlüssel für Hotels soll an Boardinghäuser angeglichen werden
Die Stadtratsfraktion der Landshuter SPD v.l.: Gerdt Steinberger, Anja König, Patricia Steinberger sowie Falk Bräcklein von Linke/mut (Foto: SPD-Landshut)Die Stadtratsfraktion der Landshuter SPD v.l.: Gerdt Steinberger, Anja König, Patricia Steinberger sowie Falk Bräcklein von Linke/mut (Foto: SPD-Landshut)
Der Parkdruck in Landshut ist enorm. Nicht nur die täglichen Pendler, die am späten Nachmittag nach der Arbeit die Parkplätze wieder frei geben, parken in vielen Wohngebieten, sondern auch immer mehr Arbeitnehmer*innen, die wochenweise hier im Einsatz und während dieser Zeit auch hier vor Ort untergebracht sind. Da auch diese Menschen mobil sein wollen/müssen bzw. oft auch Dienstfahrzeuge mit sich führen, wurde der Stellplatzschlüssel für Boardinghäuser entsprechend auf einen Stellplatz je zwei Betten festgesetzt. Für Hotels hingegen liegt der Schlüssel bei einem Stellplatz je 6 Betten. "Immer mehr Hotels sind in den vergangenen Jahren im Stadtgebiet gebaut worden bzw. genehmigt und in Umsetzung. Unserer Meinung nach haben auch Hotelbetreiber eine gewisse Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und dafür zu sorgen, dass genügend eigene Parkplätze zur Verfügung stehen. Deshalb haben wir den Antrag gestellt, dass der Stellplatzschlüssel zwischen Hotelanlagen und Boardinghäusern angeglichen wird.", begründet Stadtrat Gerd Steinberger den Antrag. Der Antrag wird am kommenden Freitag im Plenum behandelt.



Anja König
Vorsitzende der SPD- Stadtratsfraktion
mobil: 015253113535
Digitale Fraktionssitzung der SPD-Kreistagsfraktion
SPD Kreistagsfraktion beriet per Videokonferenz (Foto: SPD-Niederbayern)SPD Kreistagsfraktion beriet per Videokonferenz (Foto: SPD-Niederbayern)
Die SPD-Kreisräte nehmen die Aufforderung, Kontakte einzuschränken ernst und haben deshalb ihre geplante Fraktionssitzung kurzerhand online als Videokonferenz durchgeführt. Mit einem Antrag an den Kreistag wollen die SPD-Kreisräte die Gesundheitsversorgung in der Region stärken: In der Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten im Oktober 2019 wurden die Weichen für ein Medizinstudium in Niederbayern gestellt. Dieses soll – eventuell auch in Kooperation mit Deggendorf und Straubing – in Passau künftig möglich sein. Hierbei ist von einem „Medizincampus Niederbayern“ die Rede, in den sich auch die Hochschule Landshut einbringen könne, erläuterte Ruth Müller die aktuellen Entwicklungen. „An der Hochschule Landshut gibt es bereits den Studiengang Hebammenwesen und durch die „soziale Arbeit“ eine große Expertise“, so Müller. Hier könne man mit einem neuen Studiengang „Physician Assistants“ eine Lücke bei den Fachkräften im medizinischen Alltag schließen. Die Bundesärztekammer und die kassenärztliche Bundesvereinigung haben das Berufsbild des „Arztassistenten“ bereits anerkannt. Bisher wird der Studiengang nur in Neu-Ulm und in Amberg-Weiden an den Hochschulen angeboten und so könnte ein Bildungsangebot für den südbayerischen Raum in Landshut installiert werden. „Angesichts der vielfältig aufgestellten Krankenhaus-Struktur in unserer Region (LAKUMED, Klinikum Landshut, Kinderkrankenhaus St. Marien, BKH) sowie darüber hinaus (Donau-Isar-Klinikum, PhysioKlinik Aitrachtal, Ilmtalklinik Pfaffenhofen-Mainburg) wäre dieser Studiengang ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Gesundheitsversorgung“, waren sich die SPD-Kreisräte sicher. Mit ihrem Antrag wollen die Sozialdemokraten erreichen, dass die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Planungen eines „Medizincampus Niederbayern“ auch diese Sparte für Landshut berücksichtigt.
Der Lockdown, der seit dieser Woche gilt, wirkt sich auch auf viele geplante Veranstaltungen aus. So berichtete beispielsweise Bürgermeister Peter Forstner, dass man sich dazu entschlossen habe, den Volkstrauertag nicht in üblicher Weise, sondern im kleinen Rahmen durchzuführen, ebenso werden viele Vereine keine Weihnachtsfeiern abhalten. Bürgermeisterin Sibylle Entwistle kam aus ihrer Bürgersprechstunde, die sie nun im November telefonisch anbietet: „Unsere Zahlen zeigen uns deutlich, dass wir in vielen Bereichen nach Alternativen oder besseren Lösungen suchen müssen“. Die Abschiedsfeier des langjährigen Bürgermeisters von Buch am Erlbach, Franz Göbl, musste noch einmal verschoben werden und Kreisrat Hans Sarcher, der auch der Leiter der VHS Vilsbiburg ist, berichtete von den Auswirkungen des Lockdowns auf die Arbeit in der Erwachsenenbildung.
„Dieses Virus wird uns noch länger begleiten und wir müssen alle Maßnahmen ausschöpfen, die wirken können“, machte Kreisrat Sebastian Hutzenthaler deutlich. Umso mehr ärgerten sich die Kreisräte der SPD über die Förderrichtlinie bei der Beschaffung von Raumluftfiltern für die Schulen. Vom Dauerlüften wird es in den Klassenzimmern zapfig kalt, befürchten die Kreisräte. Wenn jetzt nur Raumlüfter für Klassenzimmer angeschafft werden können, die nicht über die Fenster gelüftet werden können, ist das praxisfremd und wird die Kommunen am Ende auch noch mit deutlich höheren Energiekosten belasten. Die Sozialdemokraten wollen deshalb, dass in den Schulen des Landkreises geprüft wird, wo Raumluftgeräte sinnvollerweise angeschafft werden können. „Und wenn es dafür keine Förderung gibt, müssen wir das eben aus dem Landkreishaushalt beschaffen“, unterstütze Peter Forstner dieses Ansinnen. Denn bei Eltern, Schülern und Lehrern sorge man anders nur für Unverständnis und Verärgerung.



Janina Forster
Referentin im Bürgerbüro Ruth Müller, MdL
Nikolastraße 49
84034 Landshut
Telefon: +49 (0)871 95358 300
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ruth-müller.de

Das Bezirksklinikum Mainkofen mit seiner Außenstelle am Bezirkskrankenhaus Passau wurde dieses Jahr von der Karl-Landsteiner-Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems (KLPU) als Ausbildungsstätte für Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) akkreditiert. Im dritten PJ-Tertial können Studierende ihr Fach frei wählen. Mainkofen hält hier für Interessierte die Fachgebiete Psychiatrie, Forensische Psychiatrie, Neurologie und Diagnostische Radiologie vor.
v.r.: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Krankenhausdirektor Gerhard Schneider, Muna Salhi, Prof. Dr. Wolfgang Schreiber und Stefan Eichmüller (Foto: Lang/Bezirk Niederbayern)v.r.: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Krankenhausdirektor Gerhard Schneider, Muna Salhi, Prof. Dr. Wolfgang Schreiber und Stefan Eichmüller (Foto: Lang/Bezirk Niederbayern)
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Ärztlicher Direktor und PJ-Koordinator Prof. Dr. Wolfgang Schreiber, Krankenhausdirektor Gerhard Schneider sowie Stefan Eichmüller und Muna Salhi vom Referat Gesundheitseinrichtungen des Bezirks und mit der Realisierung des PJ-Jahres befasst, gaben am 3. November den offiziellen Startschuss für das Projekt. "Nach dem Medizinstipendium nimmt die Zusammenarbeit mit der KLPU mit der Akkreditierung des Bezirksklinikums als PJ-Ausbildungsstätte weiter konkrete Formen an. Als größte Gesundheitseinrichtung des Bezirks und einem breitgefächerten Behandlungsspektrum ist es dafür prädestiniert", so Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich. "Es ist überaus erfreulich, dass die Bemühungen aller an dieser Kooperation Beteiligten Früchte tragen."
Bezirk will Kantinen in eigenen Einrichtungen nachhaltiger machen – Arbeitsgruppe plant die schrittweise Umsetzung
Foto: Archiv Bezirksregierung NiederbayernFoto: Archiv Bezirksregierung Niederbayern
Im Rahmen der Sitzung des Bezirksausschusses am Dienstag in Mainkofen informierte Katrin Landes, persönliche Referentin des Bezirkstagspräsidenten, die Bezirksräte über den Stand des im Dezember 2019 beschlossenen Projektes „Regio 2030“. Der fraktionsübergreifende Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, CSU, SPD und Freie Wähler hatte das Ziel, die Verwendung von regional produzierten Lebensmitteln auch in Bioqualität in den Bezirkseinrichtungen schrittweise zu erhöhen – bis 2030 auf mindestens 30 Prozent an regionalen Produkten und 30 Prozent an Bioprodukten. Bevorzugt eingekauft werden soll in der konventionellen Landwirtschaft Niederbayerns, so dass kurzfristige Nachlieferungen möglich sind und die Landwirtschaft vor Ort gestärkt wird. Zudem will man durch eine gezielte Umstellung der Speisepläne versuchen, der Verschwendung von Lebensmitteln entgegen zu wirken und so zumindest einen Teil der Mehrkosten für den Einkauf von regional erzeugten Produkten und Bioprodukten auszugleichen.
Bezirk übernimmt dabei die Kofinanzierung des Trägervereins Europaregion Donau-Moldau
Logo Regierungsbezirk Niederbayern (Grafik: Regierungsbezirk Niederbayern)Logo Regierungsbezirk Niederbayern (Grafik: Regierungsbezirk Niederbayern)
Nachdem die Mitgliederversammlung des Trägervereins der Europaregion Donau-Moldau vergangene Woche der Weiterführung des Projektes „Grenzüberschreitender Verkehr Niederbayern-Südböhmen-Pilsen“ zugestimmt hatte, hat nun auch der Bezirksausschuss in seiner Sitzung am Dienstag in Mainkofen grünes Licht gegeben. Der Bezirk übernimmt demnach die Vorfinanzierung von zehn Prozent der gesamten Projektkosten – vom 1. November 2020 bis 31. Oktober 2023 fallen dafür insgesamt rund 31.300 Euro an. 90 Prozent des Projektes werden vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat (StMFH) gefördert. Im Mai 2019 hatte der Bezirksausschusses erstmalig die Projektstelle gefördert – sie lief aber vorerst nur von Juli 2019 bis September 2020. Die positiven Ergebnisse nach kurzer Zeit hatten sowohl die Regierung von Niederbayern als auch das Bayerische Finanz- und Heimatministerium beeindruckt, so dass dort eine Verlängerung positiv gesehen wurde. Dr. Jan Gregor hatte durch gute Kontakte dies- und jenseits der Grenze bereits Verbesserungen bei Linienverbindungen und -taktung erreicht – und das, obwohl die Grenzschließungen im Frühjahr viele Treffen unmöglich machten. „Für den Grenzraum ist dieses Projekt sehr sinnvoll“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Hier muss beim ÖPNV noch viel verbessert werden.“

 - ml -
Google Analytics Alternative
Keine Internetverbindung